Am Sonntag luden mich besorgte Korbitzer zu einer Begehung des Meißner Stadtwaldes ein. Im MeißenTV wurde ja schon vom Kahlschlag des Fichtenschlages auf 2 ha Waldfläche berichtet. Aber was ist nun mit den anderen abgestorbenen Bäumen? Wir machen uns ein Bild.

Stadtwald aus Korbitzer Sicht

Schon zu beginn unserer Wanderung wird klar. Überall abgestorbene Bäume.

alte Deponie

Zuerst ins Auge fallen hier die abgestorbenen Bäume, bei genauerer Bodenbetrachtung, dann die Reste der alten Deponie. Offensichtlich wurde diese Fläche nie ordnungsgemäß versiegelt. Unweit davon stand mal ein Schild Naturschutzgebiet (gelbes 5eckiges Schild mit Eule). Eine gute Gelegenheit zu erwähnen, dass wir uns in einem FFH-Gebiet befinden

Schnell wird auch in südlicher Richtung klar. Baumsterben wo man hinschaut. Sowie Laubbäume als auch Nadelbäume

Beim Blick übern Kirchbachsteig wird klar, das das gesamte Waldgebiet gezeichnet ist.

Im Tal Sichten wir erfreulicherweise etliche bewohnte Fledermauskästen und bewohnte Dachsbauten.

Wir kommen an die Fläche mit dem Kahlschlag, wie unser OB Raschke in einem Interview vor Meißen TV berichtet hat, sind uns die Meißner Wälder sehr wichtig. Nun den Einwohnern schon, aber wie wichtig sind die Wälder unserem OB und der Stadtverwaltung. Wie unser OB sich darüber freut, macht die österreichische Firma für Plus Minus 0 auf 2 ha einen Kahlschlag, Grund Schädlingsbefall. Richtig, die Waldbesitzer (hier Kommune Meißen) sind verpflichtet befallene und abgestorbene Bäume aus den Wäldern zu entfernen. Hier geht es um eine Waldfläche man nur 2 ha von insgesamt 21962,3 ha Waldfläche im Landkreis Meißen. Wie ihr unseren Bildern entnehmen könnt, stehen überall im Wald abgestorbene und befallene Bäume. Der OB Raschke geht im Interview nicht auf den Wald neben den 2 ha ein. Also was haben wir?

noch zu erkennen Reste vom bereits etablierten Unterwald

2 ha aggressiv geernteter Wald. Mit einer sanften Erntemethode hätte man den bereits etablierten Unterwald als neuen Wald aufwachsen lassen können. Durch die agrressive Erntemethode wurde allerdings der Unterwald zerstört. Es kommen also auch noch Kosten für neue, noch nicht etablierte Bäume auf uns zu

Bis auf einen abgestorbenen Baum alles weg

Wir querten das Tal weiter in nordwestlicher, dann nordöstlicher Richtung entlang des Wanderpfades.Kamen durch ein kleines Stück gesunden Wald mit Fledermauskästen und leider auch Vandalismus

Weiter bergauf das nächste Bild des Grauens, viele abgestorbene Ahorn. Was haben die für eine seltsame Krankheit erst bekommen die Blätter schwarze Punkte am Schluss ist der ganze Baum schwarz

Von da aus liefen wir zu unserem Ausgangspunkt Korbitz Kanonenweg zurück